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»Unsere Unterdrückung begann nicht mit Lula«

10. Dezember – Tag der Menschenrechte: Doch wirtschaftliche Interessen haben zu oft Vorrang / Anastácio Peralta über Vertreibung Indigener aus Kommerzgründen

Anastácio Peralta ist Sprecher der Guarani-Kaiowá in Brasilien. Derzeit ist er in Europa auf Rundreise, um über die Verteidigung indigener Landrechte gegen mächtige Interessen der Agrarindustrie zu informieren. Mit ihm sprach für ND Martin Ling.

Anastácio Peralta

ND: Brasiliens Präsident Lula wird von fast allen Beobachtern ein exzellentes Zeugnis für seine achtjährige Regierungszeit ausgestellt, die im Januar endet. Wie stellt sich seine Bilanz aus indigener Sicht dar?
Anastácio Peralta: Unser Leiden begann nicht mit Lula. Unsere Unterdrückung begann vor mehr als 500 Jahren. Eroberung und Gründung Brasiliens zielten nicht darauf, denen zu nützen, die schon dort waren – weder den Ureinwohnern noch den Tieren oder der Natur. Brasilien hat von Beginn an eine Politik ohne Rücksicht auf die Völker betrieben, die schon dort lebten. Die Idee war, dass es irgendwann keine Indianer mehr geben sollte. Sie haben uns die Zweige abgeschnitten, sie haben die Stämme verbrannt, aber es ist ihnen nicht gelungen, unsere Wurzeln zu zerstören. Sie haben sich in uns getäuscht. Wir haben für unsere Rechte gekämpft, vor allem seit den 70er Jahren. Und mit der Unterstützung nationaler und internationaler Partne...


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