Haltelinien sind Landessache

Brandenburgs Linksfraktionschefin Kerstin Kaiser über Mindestlöhne und Kompromisse

Kerstin Kaiser, 1960 in Stralsund geboren, ist seit 1999 Mitglied des Potsdamer Landtages und seit 2005 Fraktionschefin. Zur Landtagswahl 2009 war sie Spitzenkandidatin der Partei Die LINKE.

ND: Im Programmentwurf der Linkspartei steht die Forderung, die Arbeitszeiten bei vollem Lohnausgleich auf zunächst 35 Stunden in der Woche, später 30 Stunden zu verkürzen. Das hört sich zwar gut an. Aber in Brandenburg ist die Erwerbslosenquote jetzt schon unter zehn Prozent gesunken und ein Fachkräftemangel zeichnet sich ab. Ist da die genannte Forderung überhaupt noch zeitgemäß?
Kaiser: Ja, natürlich. Die Frage ist doch nur, ob sie in jeder Situation ganz vorn auf der politischen Agenda stehen muss. Eine Debatte über eine Verkürzung der Arbeitszeiten gibt es zur Zeit in Brandenburg nicht. Brennend aktuell dafür ist das Thema der würdigen Bezahlung von Arbeit. Bei uns im Land leben 70 000 Menschen, die ganztags arbeiten, deren Lohn jedoch nicht ausreicht, so dass sie auf Stütze vom Staat angewiesen sind. Das darf nicht sein. Jeder, der voll arbeitet, muss so viel Gehalt bekommen, dass er davon in Würde leben kann. Uns ist außerdem vo...

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