»Sulamith kehr um …«

Chaim Be'er: Mit »Bebelplatz« im israelisch-deutschen Spannungsfeld

  • Von Wolfgang Brauer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Chaim Be'er, Held des Romans von Chaim Be'er, meint, sein Buch handele von »fünf Menschen, vier Männern und einer Frau, die sich für drei, vier Tage am Wannsee treffen, und von den Beziehungen, die unter ihnen entstehen.« Das stimmt, die Handlung von »Bebelplatz« ist überschaubar. Be'er, wie sein Schöpfer Schriftsteller, gerät mit seinem neuen Buch in eine Sackgasse. Viel mehr als Titel, Idee und Zettelsammlung bringt er nicht zusammen.

In dieser Situation sucht der windige Immobilienhai Rafael Sussman seinen Kontakt, um ihn für ein privates Wissenschaftskolleg zu gewinnen, das er einmal im Jahr zum Gedenken an seine verstorbene Tochter Miriam veranstaltet. Sussman überzeugt Be'er schließlich unter Zuhilfenahme eines soliden Honorars und des Versprechens der Erstausgabe von Else Lasker-Schülers »Mein blaues Klavier« aus dem Jahre 1943, an einem Vorbereitungstreffen in Berlin teilzunehmen. Im Literarischem Colloquium am Wannsee trifft d...


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