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Ein Maya-Rapper in Berlin

Der Musiker Lucio Yaxon musste wegen Morddrohungen aus Guatemala fliehen

  • Von Isabel Fannrich-Lautenschläger, epd
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Vor kurzem ist wieder ein Cousin entführt, gefoltert und umgebracht worden. Spätestens da wusste Lucio Yaxon, dass sein Entschluss richtig war, Guatemala zu verlassen. Seit einem Jahr lebt der 27-Jährige im politischen Asyl in Berlin. Yaxon ist Rapper. Er ist klein, trägt Kinnbart, Ohrringe, Schirmmütze und Kapuzenjacke.

In Kreuzberg, wo er in einer WG wohnt, fühlt Yaxon sich nicht wohl in seiner Haut. »Eigentlich will man aus seinem Land nicht weg. Ich bin nicht freiwillig hier«, sagt er. Seine Familie habe ihn so lange gedrängt, bis er die Koffer gepackt habe.

Dass er in Deutschland als politisch Verfolgter anerkannt wurde, hat mit dem Film »La Isla« von 2010 zu tun. Der deutsche Regisseur Ulrich Stelzner dokumentiert darin die Auswertung eines geheimen Militärarchivs, das 2005 bei einer Explosion auf einem Kasernengelände in Guatemala-Stadt freigelegt worden war. Weil sich eine Menschenrechtsorganisation einschaltete, konnten Millione...


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