Felix Werdermann 13.01.2011 / Inland

Niemand haftet für Methan-Leck in der Nordsee

Bohrunfall: Treibhausgas entweicht seit Jahren – Weder Ölkonzern noch Politik fühlen sich zuständig

Aus einem Bohrloch vor der schottischen Küste sprudeln enorme Mengen des Treibhausgases Methan. Doch niemand erklärt sich verantwortlich – weder die britische Tochter des Ölkonzerns Mobil noch die britische Regierung. Auch die Bundesregierung sieht keinen Handlungsbedarf.

Nicht immer sind Unfälle der Ölindustrie so spektakulär wie im Golf von Mexiko. Als die britische Tochter des Mobil-Konzerns vor der schottischen Küste versehentlich eine Blase mit klimaschädlichem Methan anbohrte, hatte das kaum Folgen für das Unternehmen. Doch seit inzwischen über 20 Jahren sprudeln Treibhausgase aus dem Bohrloch. Die Emissionen tauchen in offiziellen Statistiken nicht auf.

Im Oktober 2010 wies Hans-Jochen Luhmann, Wissenschaftler am Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie, im Online-Magazin »klimaretter.info« auf das Problem des sogenannten Blowouts hin. Die Linksfraktion nahm dies zum Anlass, eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung zu richten. Nun liegt die Antwort vor. Fazit: Während sich die britische Regierung aus der Verantwortung stiehlt, ist nicht absehbar, dass das Problem jemals auf europäischer Ebene thematisiert wird.

Die Mobil-Tochter ist aus dem Schneider, denn sie hat die Bohrlizenz an die briti...

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