Von Schweinen und Superhelden

Die Akademie der Künste widmet »Sigmar Polke – Eine Hommage«

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Kaum zu fassen, dieser Sigmar Polke: voller Schalk, auf den Fotos wie in den teils großformatigen Bildern, dort aber von politischem Zugriff und oft menschlicher Anteilnahme. Keiner klaren Richtung zuzuordnen, von Pop-Art beeinflusst, zu frühen Zeiten der Fluxus-Bewegung nahe, eben ganz er selbst, einer der Großen der deutschen Moderne, Zeuge auch der Kämpfe seiner Zeit. Die erfuhr der 1941 in Oberschlesien Geborene hautnah. Nach der Flucht 1945 lebte die Familie in Thüringen, floh 1953 aus der um einen Sozialistischen Realismus ringenden DDR in den Westen. Glasmalerlehrling in Düsseldorf, Student an der Kunstakademie, wurde Polke 1963 Mitbegründer eines »Kapitalistischen Realismus«, lehrte ab 1970 in Hamburg, nahm an der documenta Kassel teil. Preise erhielt er unter anderem auf den Biennalen in Sao Paulo 1975 und Venedig 1986, 2002 dann den Praemium Imperiale Award in Tokio.

Im Juni 2010 erlag er in Köln einer Krebserkrankung. Sein K...

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