Protest bleibt überschaubar

Dänischer Projektträger will Fehmarnbeltquerung 2020 eröffnen

  • Von Dieter Hanisch, Burg a. Fehmarn
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Am Freitagnachmittag kommen 450 Besucher in die Mensa der Inselschule von Burg auf Fehmarn. Vor ihrer Haustür soll sich mit einer festen Fehmarnbeltquerung etwas Gravierendes verändern. Diese Pläne polarisieren. Der dänische Projektträger Femern A/S hat zu einer Präsentation seiner Pläne auf der deutschen Ostseeinsel eingeladen.

Viereinhalb Stunden bleiben alle diszipliniert. Befürworter und Gegner des Projekts haben friedlich nebeneinander Stände im Foyer der Aula aufgebaut. Doch während die Projektplaner hochprofessionell agieren, kann das gegnerische Aktionsbündnis mit 311 Mitgliedern nur mit einer bescheidenen 24-seitigen Infobroschüre aufwarten, die auf die umstrittene Verkehrsanbindung auf deutscher Seite nur sehr marginal eingeht. Eine Massenbewegung sieht anders aus.

Doch die Zahl der Protestler steigt auch in Sachen Brücken- oder Tunnelbau zwischen Fehmarn und dem dänischen Lolland stetig. Während die Dänen die Idee vorantreiben, auf Fehmarn ein Informationsbüro errichtet haben und auch sonst sehr um Öffentlichkeitsarbeit bemüht sind, hat man auf deutscher Seite in Sachen PR-Arbeit bislang geringere Aktivitäten gezeigt. Dennoch ist der sich stärker formierende Widerstand von Anwohnern und Naturschützern inzwischen selbst in Berlin angekommen. Bundesve...


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