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Schwerer Rückschlag für CCS-Befürworter

Studie: Kanadisches Vorzeigeprojekt der Kohlendioxid-Speicherung leckt – und vergiftet die Umwelt

  • Von Hanno Böck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In einem der weltweit wichtigsten Projekte zur unterirdische Kohlendioxid-Speicherung (CCS) gibt es offenbar ein massives Problem: Entweichendes CO2 ist laut einer Studie die Ursache sprudelnden Grundwassers, ungewöhnlicher Algenbildung und für den Tod von Tieren. Dies würde die Befürchtungen von CCS-Gegnern auch in Brandenburg bestätigen.

Im Weyburn-Ölfeld der Firma Cenovus in der kanadischen Provinz Saskatchewan wird seit zehn Jahren klimaschädliches Kohlendioxid in den Boden gepumpt – zum einen, um die Ausbeute bei der Ölförderung zu erhöhen, zum anderen, um große Mengen des Treibhausgases nicht in die Atmosphäre gelangen zu lassen. Durch die CCS-Technologie zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid werde die Verbrennung fossiler Rohstoffe klimafreundlicher, beteuert vor allem die Kohle- und Erdölindustrie. Das Ganze macht aber nur dann Sinn, wenn die unterirdischen Speicher dauerhaft dicht sind und CO2 nicht entweichen kann. Schon bei geringen Lecks schädigt CCS also das Klima.

Genau das scheint in Kanada zu passieren. Das nahe des Weyburn-Ölfeldes lebende Farmerehepaar Cameron und Jane Kerr berichtet, dass ihnen bereits im Jahr 2005 ein ungewöhnlich hohes Algenwachstum aufgefallen war. Seither finden sie regelmäßig tote Tiere – Katzen, Ziegen, Has...


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