In den entscheidenden Momenten besser

Hannover 96 gewinnt bei Eintracht Frankfurt und wird zum ersten Dortmund-Verfolger

  • Von Max-Morten Borgman
  • Lesedauer: 2 Min.

Dank beeindruckender Effizienz hat Hannover 96 einen perfekten Rückrundenstart gefeiert und sich nach den Patzern der Konkurrenz zum ersten Verfolger von Borussia Dortmund aufgeschwungen. Das Überraschungsteam der Bundesliga kam am Sonntag durch Tore von Mohammed Abdellaoue (15. Minute), Christian Schulz (21.) und Didier Ya Konan (89.) zu einem verdienten 3:0 (2:0)-Sieg bei Eintracht Frankfurt und rückte mit 34 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz vor. Die internationalen Ambitionen der ersatzgeschwächten Hessen, die mit 26 Zählern Achter sind, erhielten mit der vierten Heimpleite der Saison dagegen einen herben Dämpfer.

Für eine Überraschung sorgte Hannovers Trainer Mirko Slomka im Tor: Statt der Nummer eins Florian Fromlowitz kam der bisherige Ersatzkeeper Ron-Robert Zieler zum Einsatz. »Er sollte versuchen, die Chance zu nutzen«, sagte Coach. Der 21-jährige Zieler hatte gegen die harmlose Offensive der Frankfurter aber nur wenige Gelegenheiten, um Slomkas Vertrauen zu rechtfertigen. Im Angriff vertraute der Trainer Altbewährtem und begann mit Torjäger Ya Konan, der seinen zehnten Saisontreffer markierte, neben dem Norweger Abdellaoue.

Das 96-Sturmduo hatte gegen die umformierte Eintracht-Innenverteidigung, in der der 18-jährige Kevin Kraus neben dem gelernten Mittelfeldspieler Ricardo Clark sein Ligadebüt gab, gleich zu Beginn seinen Spaß. Nach einem Pass von Sergio Pinto entwischte Abdellaoue seinem Begleiter Clark und schob zur frühen Führung ein. Sechs Minuten später begünstigte Clark auch den zweiten 96-Treffer. Nach einem Eckball verlor der Amerikaner den Überblick, so dass Schulz unbedrängt zum 2:0 einköpfen konnte. »Die entscheidenden Momente gewinnen wir«, kommentierte Hannovers Manager Jörg Schmadtke die Halbzeitführung.

Die Eintracht kam zum Rückrundenstart überhaupt nicht in Schwung. Zwar bemüht, aber ohne Spritzigkeit verloren die Hessen zu viele Zweikämpfe, um gegen die dicht gestaffelte Gäste-Defensive zu zwingenden Chancen zu kommen. Bei den Schussversuchen von Pirmin Schwegler (25.), Patrick Ochs (30.) und Theofanis Gekas (62.) musste Zieler nicht eingreifen. Erst die eingewechselten Ioannis Amanatidis (75.) und Caio (84./90.) zwangen ihn zu Paraden.

Ganz anders die Gäste, die nahtlos an ihre herausragende Hinrunde anknüpften. Auf ihre Konterstärke bauend, waren sie auch im zweiten Durchgang brandgefährlich. Bei einer Doppelchance in der 53. Minute traf Pinto den Pfosten, dann Abdellaoue das Außennetz.

Mit der Einwechslung von Martin Fenin als zweitem Stürmer wollte Eintracht-Coach Michael Skibbe nach Wiederbeginn neue Offensivakzente setzen. Zwar wurde das Spiel der Hessen danach strukturierter und besser, zu echten Chancen kamen sie aber nicht. Hannovers Sieg war insgesamt klar und verdient.

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