Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Sachsen prüft Klage gegen Bund

Regress wegen Stopps des Majak-Transportes?

Dresden/Chemnitz (dpa/ND). Wegen der Aussetzung des Atommülltransports ins russische Majak drohen dem Bund Regressansprüche durch Sachsen. »Wir prüfen, ob der Freistaat Schadenersatzforderungen stellen kann«, sagte eine Sprecherin des Wissenschaftsministeriums am Montag in Dresden. Nach Informationen der Chemnitzer »Freien Presse« hat das Ministerium Anwälte eingeschaltet, die sich momentan mit der Möglichkeit befassen, bis zu sieben Millionen Euro beim Bund lockerzumachen. Zu den Folgen des Ende 2010 gescheiterten Transports von knapp 1000 Brennelementen in 18 Castor-Behältern nach Russland befinde sich zudem auch die Staatskanzlei im Gespräch mit dem Bund, hieß es.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatte sein Veto gegen den Transport mit Zweifeln an der Sicherheit in der Aufbereitungsanlage in Majak begründet. Das Material war zu DDR-Zeiten im Forschungszentrum Dresden-Rossendorf genutzt worden und lagert seit 2005 im Zwischenlager Ahaus. Den Freistaat kostete diese Hinterlassenschaft bislang mehrere Millionen Euro. Basis für den geplanten Rücktransport war eine Vereinbarung, die Russland mit den USA und der Internationalen Atomenergiebehörde schloss. Sie regelt die Rückführung von Brennelementen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln