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Verhaltener Optimismus vor Gesprächen über Irans Atomprogramm

Iranischer Unterhändler in Istanbul eingetroffen

Istanbul, 20. Januar (AFP) - Mit verhaltenem Optimismus gehen Vertreter der internationalen Gemeinschaft und Irans am Freitag in Istanbul in eine neue Runde ihrer Gespräche über das umstrittene Atomprogramm Teherans. Der iranische Unterhändler Said Dschalili, der am Donnerstag in der türkischen Metropole eintraf, sagte dem türkischen Staatsfernsehen TRT, die iranische Seite wolle den Dialog. Wenn auch die Gegenseite dazu bereit sei, dann seien »sehr gute Ergebnisse« möglich.

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu bereitete das Treffen am Donnerstag bei einem Gespräch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow vor. In den vergangenen Tagen hatte sich Davutoglu zuversichtlich hinsichtlich der Verhandlungen gezeigt. Auch der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi sagte laut Presseberichten nach einem Gespräch mit Davutoglu Anfang der Woche in Ankara, die iranische Seite setze sich für ein konstruktives Verhandlungsklima ein. EU-Außenministerin Catherine Ashton hatte vergangene Woche erklärt, in Istanbul gehe um »konkrete und glaubwürdige Wege, um weiterzukommen«.

Vertreter Irans sowie der sogenannten 5+1-Gruppe aus den fünf Vetomächten im UN-Sicherheitsrat und Deutschland wollen in Istanbul am Freitag und Samstag die Möglichkeit von Fortschritten im Atomstreit sondieren. Anfang Dezember hatte der Iran in Genf nach mehr als einem Jahr die Gespräche wieder aufgenommen. Der Westen verdächtigt die Iraner, eine Atombombe bauen zu wollen, was Teheran zurückweist. Der 5+1-Gruppe gehören neben Deutschland die fünf ständigen UN-Sicherheitsratsmitglieder USA, Frankreich, Großbritannien, Russland und China an.

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