Matthias Monroy 26.01.2011 / Bewegung

Werkzeuge gegen »Unruhestifter«

Die EU-Kommission will in einem Forschungsprojekt neue Polizeitaktiken für Massenproteste entwickeln

EU-Polizeien erforschen, wie linke Aktivisten auf ihre Strategien reagieren. Die ersten beiden Feldstudien werten die letztjährigen Erfahrungen beim Castor-Transport im Wendland und beim NATO-Gipfel in Lissabon aus.

Die Gipfeltreffen der mächtigen Staaten der Welt mobilisieren Tausende von internationalen Demonstranten. Nicht nur die Aktivisten lernen, wie man solche Großveranstaltungen organisiert, auch die Polizei beschäftigt seit Jahren, wie man sie in den Griff bekommt. Für die Feinabstimmung soll ein neues Forschungsvorhaben namens GODIAC sorgen: Polizeien, Innenministerien, Gendarmerien und Hochschulen aus elf europäischen Ländern wollen in zehn Feldstudien Massenproteste analysieren. Die Internationalisierung der Proteste sei eine »große Herausforderung für Polizeibehörden in ganz Europa«. Um neue Taktiken zu entwickeln, soll GODIAC nun das polizeiliche Wissen über »Demonstranten und Aktivisten, ihre Ideologie, Mobilität und Strategien gegenüber der Polizei« ebenfalls internationalisieren. 70 Prozent des Projekts finanziert die EU-Kommission, den Rest spendiert die schwedische Polizei.

Bereits mit einem früheren Programm wollten Projektpart...

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