Momo Wiedekind 26.01.2011 / Inland

Radios gegen den Mainstream

In Bayern haben es Bürgermedien bisher besonders schwer

Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern gibt es in Bayern keine gesetzliche und finanzielle Grundlage für unkommerzielle Bürgermedien. Damit sich das ändert, haben zwei Freie Radiosender des Bundeslandes die Kampagne »Medienvielfalt für Bayern« initiiert.

Seit über 20 Jahren sendet im Großraum Nürnberg Radio Z kritische Hintergrundinformationen. Hervorgegangen aus einem gemeinnützigen Verein, war es das erste Freie Radio in Bayern. Und ist bis heute das Einzige in der Region. Lediglich Radio Lora in München hat es noch geschafft, sich ohne kontinuierliche staatliche Förderung zu etablieren. Für unkommerzielle Bürgermedien (Community Media) gibt es in Bayern weder eine gesetzliche Grundlage noch finanzielle Strukturförderung – obwohl dies der Gesetzgeber bereits vor über zwanzig Jahren bei der Reform des staatlichen Rundfunkmonopols empfohlen hat.

200 Ehrenamtliche

Auch der EU-Rat und das Europaparlament bescheinigten unabhängig voneinander die Bedeutsamkeit der Community Media. So hatte das Europäische Parlament die Mitgliedstaaten 2008 »zu größerer aktiver Unterstützung der Bürgermedien auf(gerufen), um Medienpluralismus zu gewährleisten«. Grundlage war eine Studie der »KEA Europ...

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