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Restitutionsbehörde im Nordosten abgewickelt

Schwerin kann als erstes Ost-Land das Landesamt für offene Vermögensfragen schließen – die Probleme sind abgearbeitet

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nach über 30 000 Entschädigungsanträgen und 115 000 Restitutionsanträgen schließt das Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen in Schwerin seine Pforten. Etwa ein Drittel der fraglichen Gegenstände wurde rückerstattet.

Wer erinnert sich noch an die Affäre um Franz von Putbus? Es war Mitte der 90er Jahre, als vorpommersche Verwaltungsrichter sich plötzlich mit der diffizilen Frage konfrontiert sahen, ob dessen Vater – Malte von Putbus – erst im Zuge der Bodenreform nach dem Zweiten Weltkrieg enteignet worden war – oder als Parteigänger des 20. Juli schon vor dessen Ende, also noch während des Nazi-Reiches. Eine Millionenfrage, von deren Antwort es abhing, ob Ländereien auf Rügen im Umfang von 16 000 Hektar an den schon damals betagten Franz von Putbus zurückzugeben seien. Seien sie nicht, beschieden damals die Richter in Greifswald. Einen »Vermögenszugriff« schon durch den NS-Staat sei nicht zu belegen.

Die Ländereien gingen also nicht an die Adelsfamilie zurück, die 1807 noch vom Schwedenkönig Karl Gustav in den Fürstenstand erhoben und von Preußen im Jahr 1817 – nach dem Übergang Rügens an das Haus Hohenzollern – in Ämt...


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