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Amtsbonus wird gemeinhin überschätzt

Hamburgs Erster Bürgermeister Christoph Ahlhaus kämpft mit dem »Wind von vorne ins Gesicht«

Die schwarz-grüne Koalition ist Geschichte. Bis zur Bürgerschaftswahl am 20. Februar regieren die Christdemokraten mit einem Minderheitssenat. Die Aussichten sind trübe wie das Hamburger Schmuddelwetter: Die Umfragwerte sind im Keller, Bürgermeister Christoph Ahlhaus liegt auf der Sympathieskala weit hinter seinem sozialdemokratischen Herausforderer Olaf Scholz. Unser Hamburger Korrespondent Volker Stahl sprach mit dem Nachfolger von Ole von Beust über den Wahlkampf, seinen Kontrahenten Olaf Scholz und die Grünen.

ND: Nach zehn Jahren im Senat verspürt die CDU in Hamburg starken Gegenwind. Warum eigentlich »gerade jetzt« CDU, wie Ihr Wahlslogan dem Wähler suggeriert?
Ahlhaus: Gerade jetzt, wo die Wirtschaft wächst, gerade jetzt, wo Hamburg die niedrigste Kriminalitätsrate seit Jahren hat, gerade jetzt, wo wir die beste Kita-Betreuung seit jeher bieten, gerade jetzt ist es wichtig, die CDU zu wählen, um diese Erfolge dauerhaft zu sichern. Wir können es uns nicht leisten, in die Zeiten vor 2001 zurückzufallen, wo die SPD die Stadt völlig heruntergewirtschaftet und als ihr Eigentum betrachtet hat.

Glaubt man den Umfragen, ist die Wahl für die CDU bereits verloren. Was macht Ihnen noch Hoffnung?
Das kann ich Ihnen sagen: Ich arbeite hart und besonnen und erlebe tagtäglich auf Veranstaltungen und Terminen, wie unvoreingenommen und offen die Menschen auf mich zukommen. Denn viele Hamburgerinnen und Hamburger können sich noch sehr genau an die Arroganz...


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