Diana Engel 05.02.2011 /

In Bewegung bleiben

Kleine Schritte in Bad Belzig: Der Sozialarbeiter Jean-Marce Banoho macht sich für Flüchtlinge in Brandenburg stark

Der Sozialarbeiter Jean-Marce Banoho verlässt das Flüchtlingswohnheim in Bad Belzig. Der Kameruner hat vor Jahren selbst in einer Brandenburger Asylunterkunft gelebt.

Jean-Marce Banoho holt einen Brief aus seiner Jackentasche, Absender: »Familiengericht Berlin-Kreuzberg, Kosteneinziehungsstelle der Justiz«. Er setzt sich an einen der Tische vor der großen Schaufensterscheibe im Infocafé »Der Winkel« und wählt die Nummer der Kosteneinziehungsstelle. Ein Asylbewerber aus Kamerun habe ihn um Hilfe gebeten, weil er Schulden beim Gericht habe, erklärt er. »Ja, guten Tag, hier ist Jean-Marce Banoho, ich bin Sozialarbeiter.« Es geht um Unterhaltszahlungen. Der junge Kameruner sitzt seit kurzem in Abschiebehaft in Eisenhüttenstadt. Das Familiengericht hat ihm 1000 Euro in Rechnung gestellt. Ja, eine Ratenzahlung sei möglich, erfährt Jean-Marce, dafür müsse allerdings ein Nachweis erbracht werden. Jean-Marce Banoho legt auf und scheint fürs Erste zufrieden. Er weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, sich im deutschen Behördendschungel zurecht zu finden. Zumal, wenn man die deutsche Sprache kaum spricht. Er war selbst vor Jahren in einem Asylheim, in Plessow bei Potsdam. Ursprünglich war er als Student nach Deutschland gekommen. Das war 1996.

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