Ohne Pause an der Maschine

Kinospot zeigt menschenrechtswidrige Arbeitsumstände in Textilindustrie

  • Von Jenny Becker
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Im Rahmen der Verleihung des Europäischen Bürgerfilmpreises in Berlin wurde über die Missstände in asiatischen Textilfabriken und die Verantwortung der Großkonzerne diskutiert.

Näher in einem Slum in Indien

In Deutschland ist es normal, die Arbeit für einen Gang zur Toilette zu unterbrechen. In asiatischen Textilfabriken hingegen nicht unbedingt. Viele Näher stehen unter enormem Produktionsdruck, Arbeitsrechte gibt es kaum. Wer das ändern will und versucht sich gewerkschaftlich zu organisieren, dem werde mit Kündigung oder körperlicher Gewalt gedroht, berichtete die indische Aktivistin Anannya Bhattacharjee auf der Podiumsdiskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung, die am Donnerstag in Berlin stattfand.

»Arbeits- und Menschrechte als freiwillige Selbstverpflichtung«, lautete das Thema. Die Teilnehmer diskutierten über die Potenziale und Grenzen von sozialer Unternehmensverantwortung, der sogenannten Corporate Social Responsibility (CSR) am Beispiel der Textilindustrie. Anlass war die zweite Verleihung des Europäischen Bürgerfilmpreises durch den Verein Sukuma arts. Der »Sukuma Millennium Award« zeichnet Werbefilmideen von Bürgern zu Themen d...


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