Wilders will den Islam vor Gericht ziehen

Erneuter Prozess gegen den rechtspopulistischen Politiker in den Niederlanden

  • Von Tobias Müller, Amsterdam
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Amsterdam hat erneut ein Prozess gegen Geert Wilders begonnen. Ihm werden Aufruf zum Hass und Diskriminierung von Muslimen vorgeworden. Der rechtspopulistische Politiker will daraus einen Prozess gegen den Islam machen.

Wenn schon neu, dann richtig: Das schien das Motto von Geert Wilders bei der Neueröffnung seines Gerichtsverfahrens zu sein. Der Chef der Freiheitspartei muss sich für seine umstrittenen Äußerungen über den Islam und Muslime verantworten. Der neuerliche Prozess gegen den islamfeindlichen Politiker begann am Montag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und mit großem Medieninteresse vor dem Gerichtshof in Amsterdam. Wilders fordert neue Zeugen, um seine Aussagen zu belegen.

Der Chef der rechtspopulistischen Partij voor de Vrijheid (PVV) soll in Interviews, Zeitungsartikeln und in seinem Film »Fitna« (2008) zu Hass und Diskriminierung von Muslimen angestiftet und diese aufgrund ihres Glaubens beleidigt haben. Zur Last gelegt werden Wilders unter anderem Faschismusvorwürfe gegenüber dem Islam, der Vergleich des Korans mit Hitlers »Mein Kampf«, die Forderung, ihn zu verbieten, oder auch die, keine Muslime mehr ins Land zu lassen.

In der Erö...


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