Ausnahmezustand für 200 Rechte

NRW-LINKE will Polizeistrategie beim Naziaufmarsch in Wuppertal im Innenausschuss thematisieren

ND: Ihre Fraktion hat beantragt, dass sich der Innenausschuss des Landtages am Donnerstag mit dem Polizeieinsatz anlässlich eines Naziaufmarsches am 29. Januar in Wuppertal befassen soll. Warum?
Böth: Der Einsatz der über 1500 Polizisten wirft einige Fragen auf. Ich habe mich an den Protesten gegen den Aufmarsch der 200 Neonazis beteiligt und eine Strategie der Beamten wahrgenommen, die ich nazifreundlich nenne.

Inwiefern?
Ich war beispielsweise selbst Zeugin eines übertriebenen Pfeffersprayeinsatzes gegen friedlich Demonstrierende. Hinzu kommt, dass das gesamte Stadtgebiet von der Polizei abgesperrt war, was mich an eine Bürgerkriegsübung erinnert hat. Hingegen konnten sich Gruppen von Neonazis von der Polizei ungehindert durch die Stadt bewegen und Straf- und sogar Gewalttaten begehen. Auch frage ich mich, warum Neofaschisten mit Sonderzügen und extra bestellten Bussen der Wuppertaler Stadtwerke befördert wurden. Diesbezüglich intere...

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