Fuß fassen hinterm Gitterzaun

Jedes zweite Kind in Wilhelmsburg erhält staatliche Transferleistungen. Hier erzielt die LINKE ihre besten Ergebnisse.

  • Von Folke Havekost und Rainer Kreuzer
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Am Hafen hat die LINKE bei der Bürgerschaftswahl 2008 ihr prozentual bestes Ergebnis erzielt. Das dünn besiedelte Gebiet Kleiner Grasbrook/Steinwerder ist arm, laut und schmuddelig, aber auch bunt und lebendig. Daneben liegt das große Wilhelmsburg, in dem die LINKE sich gegen die Verdrängung der Bewohner durch Gentrifizierung einsetzt.

Die Absperrung am Hafen markierte 120 Jahre lang die Zollgrenze. Hier schließen sich Hamburgs verarmte Stadtteile an.

Zwei Wochen vor der Wahl wollten zahlreiche Wilhelmsburger nicht mehr warten. Sie trugen ihren Protest vors Rathaus – gegen eine Verlegung der autobahnähnlichen Reichsstraße, die dann wesentlich näher an Wohngebieten liegen würde. Nicht die einzige Initiative, mit der die Bewohner der Elbinsel dem offiziellen Hamburg auf die Pelle rücken. »Von Wilhelmsburg geht auch ein kämpferischer Impuls auf die Initiative ›Recht auf Stadt‹ aus«, sagt der LINKEN-Bürgerschaftsabgeordnete Joachim Bischoff und stellt fest: »Wir haben im Parlament auch Sachen hingekriegt, weil Bewegung im außerparlamentarischen Raum da war.«

Der Großraum Wilhelmsburg mitsamt den angrenzenden Stadtteilen Veddel, Steinwerder und Kleiner Grasbrook ist lange vernachlässigt worden. Von der Bürostadt Hammerbrook aus fährt die S-Bahn über Lagerhallen, Verladekräne und Hafenbecken. Westlich liegt die HafenCity, das teure Ghetto für Reiche. Sekunden später be...

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