Böses Gelächter aus dunklem Versteck

Ausstellung im Berliner Ensemble zum 80. Geburtstag von Thomas Bernhard

  • Von Christoph Funke
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Es ist alles sehr kompliziert auf der Welt, schreibt Thomas Bernhard, obwohl alles so einfach aussieht. Mit diesem »Einfach kompliziert« aber hat man es bei Bernhard immer zu tun. Nicht nur bei dem Stück mit diesem Titel, das nun, 25 Jahre später, morgen im Berliner Ensemble unter der Regie von Claus Peymann Premiere haben wird.

Bernhards Werk bedeutet Welterfindung und Weltzertrümmerung. Es ist abgründig böse und überlegen heiter. Bernhard vernichtet Menschen und jubelt, wie aus einem dunklen Versteck heraus, über ihre Sturheit, Geistesschärfe und Widerständigkeit. Der Dichter ist Theatermacher, Fallensteller, spielendes Kind, er beschwört Einsamkeiten, zertrümmert Mythen, verweigert Behaglichkeit, treibt Unfug. Das Entsetzen ist immer da, und das grimmige Lachen darüber auch. Thomas Bernhard kennt Schonung nicht, seiner rücksichtslosen Ehrlichkeit standzuhalten, ist so einfach nicht, aber wenn es gelingt, hat man großen Gewinn davon.

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