»Meine Pflicht ist: Bleiben, da sein, die Leute erinnern«

DDR-Radsport-Idol Täve Schur wird heute 80 Jahre alt

Ein kalt-klarer Donnerstagnachmittag, Täve Schur kommt an die Tür seines unscheinbaren Hauses in Heyrothsberge. Wie die Fahrt aus Berlin gewesen sei, will er wissen, dann bittet er in die Stube, wo seine Frau den Tisch mit Kaffee und Kuchen gedeckt hat: Er zeigt auf einen alten Ölradiator: »Wir haben hier heute extra geheizt, sonst benutzen wir das Zimmer gar nicht.« Er staunt über das kleine Diktiergerät des Reporters, und schon startet sein Redefluss: Über die neuen Technologien, über Computer und Handy – und wie wenig er damit anzufangen weiß. »Was ich mit 80 Jahren weiß und kann, reicht aus, so dass ich meine Zeit eher meiner Gesundheit widmen kann. Im Moment fahre ich nur einmal Rad pro Woche. 50, 60 Kilometer. Das reicht nicht, das ist unvernünftig.«

ND: Täve, Sie werden 80 Jahre alt. Wie feiern Sie das?
Täve: Die Feier am Sonnabend richtet die LINKE aus, deswegen weiß ich eigentlich nichts. Wir haben uns nur über das Catering unterhalten, sonst brauche ich mich nicht drum kümmern. Ich soll kurz vor 13 Uhr da sein, dann geht das da los, bis 18 Uhr. Ich muss mir vorher nur überlegen, was ich in den entsprechenden Momenten zu sagen habe. Ich ahne aber, dass es noch länger gehen soll. Aber 20 Uhr ist Schluss, da kannst du dich drauf verlassen, da streiche ich die Segel. Ich lasse mir so was nicht vorschreiben, selbst an meinem Geburtstag nicht.

Und was tun Sie am Geburtstag selbst, am Mittwoch?
Da darf ich jedenfalls nicht zuhause sein. Denn soviel Telefongeläut ist nicht auszuhalten! Zu meinem 75. Geburtstag habe ich 100 Anrufe gehabt, sowas kann ich mir nicht mehr zumuten. Ich werde sicherlich auf meinem Anrufbeantworter was dazu sagen. Da werden wohl einige stinkig sein, aber w...

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