Foto-Archäologie

Frühe Lichtbildkunst in Dresden

  • Von Sebastian Hennig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Léonard Misonne: Soleil et brouillard (Sonne und Nebel). 1898, Platindruck, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett, Repro: Herbert Boswank

Im Jahre 1893 fand in der Hamburger Kunsthalle die »Internationale Ausstellung von Amateur-Photographien« statt. 1896 wurde Max Lehrs Leiter des Kupferstichkabinetts in Dresden. Im gleichen Jahr befragte die Zeitschrift »Gut Licht!« Maler über den Kunstwert der neuen Technik. Walter Leistikow findet eine noch heute zutreffende Antwort: »Ich halte die Photographie nicht für ein Kunstwerk – gebe jedoch zu, dass ein Künstler sich der Photographie bedienen kann als technisches Ausdrucksmittel genau wie des Stiftes, der Kohle, der Radiernadel etc. – daß also unter Umständen Kunstwerke durch die Photographie hervorgebracht werden können.«

Lehrs war mit vom Kunsthallen-Direktor Alfred Lichtwark gut befreundet und lässt sich 1898 von diesem persönlich durch die inzwischen »6. Internationale Ausstellung von Kunst-Photographien« führen. Zwei Jahre darauf erwarb Lehrs aus Glasgow eine Reihe neuerer brauner Pigmentdrucke nach alten Sal...

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