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Preis für Berliner Doku-Regisseurin

(epd). Die Berliner Regisseurin Helga Reidemeister bekommt den ersten Dortmunder Dokumentarfilmpreis des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund/Köln. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung werde am 17. April im Rahmen des Festivals verliehen, teilten die Veranstalterinnen am Montag mit.

Mit dem Preis werde eine Filmemacherin geehrt, die seit 40 Jahren konsequent und ausschließlich Dokumentarfilme drehe, sich brisanter Themen annehme und »die beunruhigenden Seiten der Wirklichkeit« beschreibe, hieß es weiter. Im Zentrum von Reidemeisters Filmen stünden Menschen, die sich auch in schwierigsten Situationen nicht unterkriegen lassen. Dabei verliere sie beim Blick auf Biografien und Schicksale die politischen und sozialen Strukturen nicht aus dem Fokus.

Die 1940 in Halle an der Saale geborene Regisseurin studierte den Angaben zufolge Malerei und Film in Berlin. Von 1968 bis 1973 arbeitete sie als Sozialarbeiterin in der Berliner Hochhaussiedlung Märkisches Viertel. Dort entstand 1974 auch ihr erster Film »Der gekaufte Traum« über eine Arbeiterfamilie. Es folgten Filme über Kinder auf Moskauer Krebsstationen, Frauen im Gefängnis oder den Abzug der sowjetischen Armee aus Berlin. 2002 ging Reidemeister nach Afghanistan, wo »Texas – Kabul« und »Mein Herz sieht die Welt schwarz – Eine Liebe in Kabul« entstanden.

Der erstmals vergebene Dokumentarfilmpreis soll künftig alle zwei Jahre am Festivalstandort Dortmund verliehen werden.

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