René Heilig 01.03.2011 / Inland

Anti-Söldner-Konvention »nicht prioritär« – trotz Libyen?

Diktator Gaddafi versteckt sich angeblich hinter afrikanischen Kämpfern, deutsche Kritiker übersehen eigene Versäumnisse

Immer wieder wird von ausländischen Söldnern berichtet, die das Dasein des libyschen Regimes verlängern. Tausende Milizionäre aus Afrika seien in Libyen eingerückt, um den Widerstand gegen Gaddafi niederzukämpfen. Das »Problem Söldner« ist uralt, doch die Bundesregierung hat seine Brisanz offenbar noch immer nicht erkannt. Denn seit über 20 Jahren hat sie eine entsprechende UN-Resolution nicht ratifizieren lassen.

Als selbsternannter Führer der arabischen Staaten hat der selbsternannte Oberst – mit letztem Dienstgrad Hauptmann – Gaddafi 1972 eine »Islamische Legion« rekrutiert. Vor allem aus den Sahelstaaten Mali, aus Niger, Tschad und Sudan kamen die Leihsoldaten. Auch aus Pakistan sowie aus Nigeria, Äthiopien und Somalia kamen Söldner, die von libyschen Offizieren geführt werden.

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