Höfischer Glanz und Weibergeschichten

In Dresden ist die weltweit größte Sammlung von Cranach-Bildern zu sehen

  • Von Sebastian Hennig, Dresden
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Dresdner Gemäldegalerie ist weltberühmt vor allem für ihren Bestand an Hauptwerken der italienischen und niederländerischen Malerei. Aber sie umschließt auch die weltweit größte Cranach-Sammlung. Diese Bilder sind seit Kurzem fast vollständig zu sehen.

Wer in der Rotunde der Dresdener Sempergalerie unter der Inschrift »Willkommen im Heiligtum der Kunst« den Rundgang beginnt, der kann sich in der einen Richtung zuerst den Venezianern – präsentiert an grünbespannten Wänden – zuwenden und schließlich bei Raffaels Sixtinischer Madonna ankommen. Oder er flaniert rechts zwischen den Leinwänden von Rubens und Rembrandt, die vor dunkelrot bespannten Wänden hängen. Dann gelangt er schließlich über eine Treppe in einen Marmorsaal des alten Zwingergebäudes, der die altdeutschen Maler beherbergt.

In der feierlich inszenierten Abfolge großer Säle und langer Korridore wirkt diese Lokalität fast abseitig. Hier rückt eine Präsentation der Werke aus der Malerfamilie Cranach in den Vordergrund. 169 Gemälde der Cranachschen Werkstätte befanden sich einst in Wettinischen Besitz. Davon sind heute noch 65 im Bestand der Kunstsammlungen der Elbestadt.

Die Dresdner Sammlung ist geprägt von den höf...


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