Hannes Hofbauer, Wien 08.03.2011 / Ausland

Wien toppt die Libyen-Sanktionen der EU

Österreichische Nationalbank sperrte Konten eines unbescholtenen Geschäftsmannes

Per Eilverordnung hat die Österreichische Nationalbank die Konten von Mustafa Zarti gesperrt. Der in Wien aufgewachsene Mann mit libyschen Wurzeln war bis Ende Februar Vizechef der Libyschen Investment Authority (LIA). Von Seiten des Innenministeriums wurden Zarti nach einer behördlichen Einvernahme keine Verfehlungen vorgeworfen.

Mustafa Zarti ist österreichisch-libyscher Doppelstaatsbürger. Seit seinem 14. Lebensjahr ging er in Wien zur Schule. Sein Vater arbeitete im OPEC-Gebäude am Donaukanal. In Wien war es auch, wo Zarti während des Studiums Saif Gaddafi, Sohn des libyschen Revolutionsführers, kennenlernte, den er zu seinen Freunden zählt. Später machte der Austro-Libyer bei der LIA-Investmentgruppe Karriere und brachte es dort bis zum stellvertretenden Vorsitzenden.

Die LIA ist eine Art Staatsfonds, der in Beteiligungen an europäischen Firmen investiert. Insbesondere hält sie teilweise starke Aktienpakete am italienischen Bankhaus UniCredit, dem Autobauer Fiat, an der britischen Mediengruppe Pearson, zu der u. a. »Penguin Books« und die »Financial Times« gehören, sowie dem österreichischen Ziegelhersteller »Wienerberger«. Zarti ist zudem Manager des Ölkonzerns »Tamoil«.

Mit der Sperre der Konten d...

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