Werbung

Feindbild Kunsthalle

Tobias Riegel wundert sich über die Kulturszene

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Teile der Berliner Kulturszene haben ein neues Feindbild – eine Kunsthalle. Was im ersten Moment absurd klingt, wird auch beim zweiten Hinsehen nicht rationaler. Denn der in einem Offenen Brief mit Tausenden Unterstützern gipfelnde Aufstand gegen den Ausstellungs-Testlauf für »Wowereits Kunsthalle« lässt sich allein mit deren Kosten nicht begründen. Auch ist das Reiben an »neoliberalen« Begrifflichkeiten nur ein Nebenschauplatz.

Anders ausgedrückt: Wer denkt, die veranschlagten Millionen für das Ausstellungshaus (immerhin konzipiert für in Berlin produzierte Kunst!) würden bei dessen Verhinderung in Untergrund-Projekte, das Atelier an der Ecke oder Anti-Gentrifizierungs-Maßnahmen fließen, ist schlicht naiv. Schließlich lauern bereits drei Opernhäuser, ein Humboldt-Forum oder auch die teuerste Autobahn der Republik auf Finanzspritzen – von Schuldendienst, ÖBS oder neuen Lehrerstellen mal ganz abgesehen. Und bereits jetzt muss Berlin sich von Bayern seinen (dieses Jahr nochmals erhöhten) Kulturetat vorhalten lassen.

Über Ort, Umfang und Konzeption der permanenten Kunsthalle lässt sich trefflich streiten. Ihr aber prinzipiell die Unterstützung zu versagen, erfüllt geradezu den Tatbestand der Kulturfeindlichkeit, der der als »Verdrängungs«- und »Aufwertungs«-Projekt diffamierten Halle so gerne unterstellt wird.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!