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Sparpaket auf der Kippe

Portugal steht offenbar vor Inanspruchnahme von EU-Mitteln

  • Von Ralf Streck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Finanzmärkte wetten seit Monaten darauf: Portugal könnte nach Irland das zweite Land sein, das unter den EU-Rettungsschirm schlüpft.

Am Mittwoch hat sich Portugal erneut frisches Geld an den Kapitalmärkten besorgt. Nach der erneuten Herabstufung der Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Moody's um zwei Stufen von »A1« auf »A3« stiegen die Zinsen für die Staatsanleihen des Landes weiter. Portugal erhielt eine Milliarde Euro – doch mit 4,33 Prozent, bei einer Laufzeit von einem Jahr, musste ein neuer Rekordzins bezahlt werden.

Vor zwei Wochen waren es 4,06 Prozent. Im September 2010 musste Portugal etwa zwei Prozent bieten. Und bevor die Stimmungsmache an den Finanzmärkten und unter den Ratingagenturen gegen das Land auf der Iberischen Halbinsel begann, zahlte es nicht einmal ein Prozent. Das Problem: Je höher der Zinssatz, umso mehr muss der portugiesische Staat für seinen Schuldendienst bezahlen. Dafür gehen immer größere Anteile des Haushalts drauf – zulasten von Investitionen, Bildung und Sozialleistungen. Dies verschärft die ohnehin angespannte Haus...


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