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Höhn: »Kein Grund zur Traurigkeit«

LINKE beharrt auf Recht zum Ministerpräsidenten

Matthias Höhn ist Landesvorsitzender der LINKEN in Sachsen-Anhalt.
Matthias Höhn ist Landesvorsitzender der LINKEN in Sachsen-Anhalt.

ND: Die LINKE hat ihr Ziel – stärkste politische Kraft – verfehlt. Ein Fall von Selbstüberschätzung?
Höhn: Wenn man Wahlen gewinnen will, braucht es Ehrgeiz. Ehrgeizig war es, Erster werden zu wollen. Das ist nicht gelungen, aber traurig bin ich deshalb nicht.

Große Koalition oder rot-rote Regierung also. Zu Letzterer kommt es nur mit einem Ministerpräsidenten der LINKEN – oder notfalls auch mit einem der SPD?
Wir bleiben dabei, die stärkere Partei stellt den Ministerpräsidenten. Wir haben die SPD zu Gesprächen eingeladen, und diese hat zugesagt. Der Regierungschef steht dabei aber nicht zur Disposition.

Lieber keine Linksregierung als eine Demütigung durch die SPD?
Eine Demütigung hat heute eher die SPD hinnehmen müssen.

Haben Sie noch ein As im Ärmel, mit dem Sie Jens Bullerjahn überzeugen könnten?
Wir werden darauf aufmerksam machen, dass es im Land klare Mehrheiten für Positionen gibt, die beide Parteien vertreten: Mindestlöhne, öffentlich geförderte Beschäftigung, längeres gemeinsames Lernen an den Schulen.

Spielen die im Landtag hinzukommenden Grünen noch eine Rolle bei den Überlegungen?
Sie wären für Rot-Rot nicht nötig und haben signalisiert, dass sie auch nicht zur Verfügung stünden.

Wenn die Enttäuschung abgeklungen sein wird: Ist Opposition für die LINKE Mist?
Wir haben in neun Jahren Opposition manches erreicht. Wir können Opposition und werden diese ausfüllen, wenn die SPD sich einer Zusammenarbeit verweigert. Da werden wir nicht schwermütig.

Fragen: Uwe Kalbe

Weitere Informationen: Wahlticker

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