Fabian Lambeck 24.03.2011 / Inland

Noch lange nicht aufgearbeitet

Bundesärztekammer veröffentlichte Forschungsbericht zu NS-Verbrechen deutscher Mediziner

Eine Gedenkveranstaltung, ein Forschungsbericht und ein Forschungspreis: Die Bundesärztekammer erinnerte am Mittwoch an die NS-Vergangenheit vieler deutscher Mediziner.

Die deutschen Ärzte tun Buße. Beinahe 66 Jahre nach Kriegsende lud die Bundesärztekammer am Mittwochabend zu einer Gedenkveranstaltung ins Berliner »Centrum Judaicum« – der Stiftung Neue Synagoge Berlin. Gedacht wurde der Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns, erinnert an die Verstrickung deutscher Ärzte in die Verbrechen der Nazis. Zudem verlieh die Ärztekammer zum dritten Mal ihren Forschungspreis zur »Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus«.

Bereits am Mittag hatte Bundesärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe im Berliner Presseclub den Forschungsbericht »Medizin und Nationalsozialismus« vorgestellt. Hoppe bedauerte, dass es »eine wirkliche Auseinandersetzung mit den von den Ärzten begangenen Verbrechen« bis weit in die 70er Jahre nicht gab. Auch heute sei die Rolle der Ärzteschaft bei weitem nicht aufgearbeitet. Deshalb habe man den Forschungsbericht in Auftrag gegeben.

Unter Leitung des Historikers Robert...

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