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Nimke rettet deutsche Bilanz

Bahnradsport: Drei WM-Medaillen in Apeldoorn für das BDR-Team

Die Bahnradsport-WM in Apeldoorn war für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) eine Achterbahnfahrt. Mit Ausnahme des Vierers nehmen die deutschen Bahnfahrer aber sicher Kurs auf Olympia 2012 in London. »Unsere Bilanz mit jeweils einmal Gold, Silber und Bronze ist besser als im Vorjahr mit Gold und Bronze«, sagte BDR-Vize Udo Sprenger vor den letzten Wettbewerben.

»Es ging besser als gedacht. Mit dieser Zeit habe ich nicht gerechnet«, freute sich am Schlusstag der Schweriner Nimke nach seinem Sieg über die nicht-olympischen 1000 Meter. Mit 1:00,793 Minuten verpasste er seinen eigenen Flachland-Weltrekord von 1:00,666 Minuten nur hauchdünn. Für ihn war es die 13. WM-Medaille seit seinem WM-Debüt 1997.

Die Titelkämpfe hatten für den BDR mit Silber im Teamsprint der Männer und Bronze im nicht-olympischen 500-Meter-Zeitfahren für Miriam Welte (Ottersbach) vielversprechend begonnen. Aushängeschild bleiben die Teamsprinter. »In London wollen wir um Gold fahren«, sagte Bundestrainer Detlef Uibel nach Silber. René Enders (Erfurt), Maximilian Levy (Cottbus) und Stefan Nimke (Schwerin), die 2008 in Peking schon Olympia-Bronze holten, bestätigten nach WM-Gold 2010 ihre Ambitionen, auch wenn es diesmal nicht zum Titel reichte. Auch bei den Frauen liegen Kristina Vogel (Erfurt) und Miriam Welte (Ottersbach) als WM-Fünfte im Teamsprint in Medaillennähe.

Im Sprint und Keirin klafft weiter eine Lücke zu den führenden Nationen. Platz fünf von Enders im Keirin war das beste Ergebnis. »Im Sprint sind wir noch nicht näher gekommen. Das bleibt eine Schwachstelle«, so Uibel.

Im Ausdauerbereich zeigte der deutsche Vierer nach der Ablösung von Bundestrainer Andreas Petermann mit Platz sieben einen Aufwärtstrend, die Olympiaqualifikation ist aber noch in weiter Ferne und wird vermutlich erst beim letzten der zwölf Qualifikationswettbewerbe bei der WM 2012 in Melbourne entschieden sein. Im 2012 erstmals olympischen Mehrkampf Omnium hoffen alle auf eine Rückkehr des Cottbusers Roger Kluge. Der Olympiazweite im Punktefahren verzichtete zugunsten der Straßensaison auf die WM.

Bei den Frauen konzentriert sich Trainer Thomas Liese auf die Mannschaftsverfolgung. Er baut auf Lisa Brennauer (Durach), Madeleine Sandig (Cottbus) und Charlotte Becker (Waltrop), die WM-Platz sieben belegten und der Olympiaqualifikation einen Schritt näher kamen. Liese hält sogar eine Hintertür für Altmeisterin Judith Arndt (Leipzig) offen. Auch Verena Jooß (Friesenheim) hat den Kampf um Olympia noch nicht aufgegeben. Die Lehrerin, 2008 einzige Olympiastarterin des BDR, lässt sich ab Juli beurlauben. dpa

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