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Machtkampf in Jemen spitzt sich zu

Houthi-Rebellen reklamieren Kontrolle über Nord-Provinz

  • Von Karin Leukefeld
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Im Jemen geht der Kampf um die Macht weiter. Zehntausende trotzen im Zentrum der Hauptstadt Sanaa weiter dem Ausnahmezustand und fordern den sofortigen Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Saleh. Der erklärte am Donnerstag seine Bereitschaft zum Rücktritt, sobald sich ein »fähiger Nachfolger« gefunden habe.

Die schiitischen Houthi-Rebellen haben nach eigenen Angaben die nördliche Provinz Saada unter ihre Kontrolle gebracht. Im Südosten wurden Militärposten von Stammeskämpfern übernommen, die zuvor ihre Solidarität mit der oppositionellen »Jugendbewegung« erklärt hatten. Außenminister Abubakr al-Qirbi hat am Samstag nach Gesprächen zwischen der Opposition und der führenden Partei von Präsident Saleh, dem Allgemeinen Volkskongress, erklärt, der Staatschef werde zum Jahresende nach Neuwahlen und einer Verfassungsreform zurücktreten. Am Sonntag allerdings zitierte ihn die englischsprachige »Yemen Post« mit der Äußerung, er hoffe lediglich, dass Verhandlungen über eine mögliche Nachfolge erfolgreich sein würden.

Saleh verlangt offenbar für den Fall seines Rücktritts Straffreiheit für sich und seine Familie, von denen etliche Mitglieder politische Ämter innehaben. In einem Interview mit dem Nachrichtensender »Al Arabiya« sagte Saleh, er ford...


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