Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Friedenstaube darf ins Klassenzimmer

Neben Offizieren werden künftig auch Friedensbewegte am NRW-Politikunterricht teilnehmen

Eine Kooperationsvereinbarung zwischen Nordrhein-Westfalens Schulministerium und der Bundeswehr, die den Jugendoffizieren der deutschen Truppen einen privilegierten Zugang zur Schule verschafft, kommt auf den Prüfstand. Zwar stimmten alle anderen Fraktionen am Dienstag gegen einen Antrag der LINKEN, der zum Ziel hatte, die Vereinbarung auszusetzen. Sie wird jedoch derzeit überarbeitet – offenbar haben die LINKEN einen Stein ins Rollen gebracht. Künftig jedenfalls sollen Vertreter von Friedensinitiativen neben denjenigen der Bundeswehr gleichberechtigt an den Debatten im Politikunterricht teilnehmen. Wenn es um die Friedens- und Sicherheitspolitik gehe, müsse »Kontroverses kontrovers diskutiert« werden, so die grüne NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann. Im Haushaltsentwurf für das Jahr 2011 seien 30 000 Euro eingestellt worden, um die Teilnahme der Friedensaktivisten zu ermöglichen. Die Soldaten, meist speziell ausgebildete Jugendoffiziere, die Kurse an der Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation absolvieren, dürften zudem nicht um Personal werben.

Im Mai 2010 wandte sich die Bildungsgewerkschaft GEW »entschieden« gegen Kooperationsabkommen zwischen Bundeswehr und einigen Bundesländern: Die Bundeswehr bemühe sich »verstärkt um größeren Einfluss in den Schulen«. Kooperationsabkommen »unterstützen das offensive Vorgehen der Bundeswehr« – auch wenn sie Personalwerbung ausschlössen. Dies geschehe in einer Zeit, in der Auslandseinsätze der Bundeswehr immer umstrittener würden.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln