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Ab ins Ruhr-Museum!

Kommentar von Kurt Stenger

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Dass ausgerechnet RWE gegen das AKW-Moratorium der schwarz-gelben Bundesregierung juristisch vorgeht, ist ein Schlag gegen die Kanzlerin persönlich. Noch vor wenigen Monaten ließ sich Angela Merkel von Konzernchef Jürgen Großmann durchs Atomkraftwerk Emsland führen – gemeinsam sang man das Hohelied der Atomkraft. Vor allem der RWE-Chef soll es auch gewesen sein, der der Regierung die für die Konzerne so günstigen Details der Laufzeitverlängerung in den Notizblock diktierte. Nun erntet Merkel den Dank für den goldenen Brückenbau: Die Klage mit ihren nicht schlechten Erfolgsaussichten zeigt auf, wie miserabel die Koalition ihr Moratorium vorbereitet hat. So etwas kommt dabei heraus, wenn man einem Lobbyisten quasi jeden Wunsch erfüllt.

Zu hoffen ist, dass RWE mit seinem Alleingang ein politisches Eigentor schießt. Man wird die Bürger-Wut über die Atompolitik noch weiter anfachen, was es der Bundesregierung schwerer machen dürfte, nach drei Monaten wieder zum atomaren Alltag überzugehen. Auch seinem Konzern wird Großmann zumindest auf längere Sicht nicht helfen. Es ist fatal, sich von Aktionären treiben zu lassen, die den besonders schlechten Kursverlauf der RWE-Aktie beklagen. Der Energieriese aus dem Ruhr-Gebiet setzt noch immer viel zu stark auf Atom und Kohle, die beide auf dem absteigenden Ast sind. Ohne eigene Energiewende wird RWE früher oder später als Ausstellungsstück im Ruhr-Museum landen.

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