Norbert Suchanek, Rio de Janeiro 04.04.2011 / Wirtschaft und Umwelt

Fukushima-Effekt in Brasilien

Neue Diskussion über Zukunft der Atomkraft in südamerikanischem Land

Die radioaktiven Wolken und Wellen von Fukushima zeigen auch in Brasilien Wirkung. Das bereits von der Regierung Lula da Silva aufgelegte ehrgeizige Nuklearprogramm mit bis zu 50 neuen Reaktoren plus Atom-U-Boot ist wieder auf dem Prüfstand und einige Umweltschutzgruppen sind wieder auf der Straße.

Das AKW Angra 2

In Brasilien sorgten dieser Tage Meldungen für Aufmerksamkeit, wonach das mit deutscher Technik und Hermesbürgschaften gebaute Atomkraftwerk Angra 2 im Staat Rio de Janeiro seit zehn Jahren ohne abschließende Betriebsgenehmigung am Netz ist.

Der Bericht, erstellt von den Vereinigungen der Angestellten des Nuklearen Programms, beklagt außerdem eine verschleppte Betriebsgenehmigung der Urankonzentrationsanlage der Uranmine von Caetité im Bundesstaat Bahia. Statt über 400 Tonnen Yellow-Cake wie im Jahr 2009 habe die Uranmine deshalb im vergangenen Jahr lediglich 174 Tonnen produzieren können. Brasilien musste 220 Tonnen des radioaktiven Brennstoffs auf dem Weltmarkt zukaufen, was den Staat rund 17 Millionen Euro kostete.

Anti-Atomgruppen und das brasilianische Nachrichtenjournal »Istoé« bringen nun die fehlende Betriebs...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: