»Gefahr des AKW-Unfalls wird verharmlost«

Asa-Bettina Wuthenow über Informationspolitik und Wissenschaftsgläubigkeit in Japan

Die in Japan geborene Asa-Bettina Wuthenow ist Akademische Direktorin des Instituts für Japanologie an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Über den Einfluss der Atomkraft-Lobby und mögliche Auswirkungen der Katastrophe auf das alltägliche Leben der Japaner sprach mit ihr für ND Samuel Weber.

ND: Wie lässt sich die aktuelle Situation in Japan beschreiben?
Wuthenow: Im Katastrophengebiet sind die Zerstörungen immens. Viele Menschen werden wahrscheinlich langfristig oder für immer ihre Heimat verloren haben. Japans Regierung erwägt, große Teile des vom Tsunami betroffenen Gebietes aufzugeben. Die Japaner sind untereinander sehr solidarisch. Bei der Katastrophe im AKW scheiden sich aber die Geister. Das ist ein Politikum und deswegen unweigerlich mit gegensätzlichen politischen Stellungnahmen verbunden.

Gibt es auch Panik?
Nein, es gibt vor allem keine Massenpanik. Die Sorge wächst, ob wirklich alles so unbedenklich ist oder ob man richtig informiert wird. Einzelne verlassen den Großraum Tokio wegen des AKW-Störfalls. Diejenigen, die Arbeit haben, können aber nicht einfach ihren Arbeitsplatz verlassen. Das Pflichtgefühl gegenüber dem Arbeitgeber und den Kollegen ist sehr stark.

Wie erklären Sie sich die widersprüchliche ...



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