Andreas Fritsche 08.04.2011 / Brandenburg
Brandenburg

Das Schwein von Sachsenhausen

Der Historiker Dirk Riedel verfasste eine Biografie des KZ-Kommandanten Hans Loritz

Hans Loritz galt in SS-Kreisen als Erfinder einer Genickschussanlage, mit der allein in Sachsenhausen innerhalb von Wochen 12 000 sowjetische Kriegsgefangene ermordet wurden. Ein Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Dachau hat ein Buch über den Weg des KZ-Kommandanten geschrieben.

Überlebende berichten, dass sich die Haftbedingungen in den Konzentrationslagern Esterwegen, Dachau und Sachsenhausen noch einmal deutlich verschärften, als Hans Loritz dort Kommandant wurde. So veröffentlichte der Kommunist Erich Sichting nach der Befreiung in der »Magdeburger Volksstimme« einen Beitrag unter der Überschrift »Das Schwein von Sachsenhausen«.

Loritz verhängte besonders drakonische Strafen, stachelte SS-Leute zu rücksichtsloser Härte an und schlug auch selbst brutal zu. Heiligabend 1938 zum Beispiel ließ der SS-Oberführer in Dachau einen Weihnachtsbaum auf dem Appellplatz aufstellen und direkt daneben 20 Häftlinge auspeitschen.

Theodor Eicke, Inspekteur der Konzentrationslager, schickte oft SS-Leute zu Loritz, um sie auf Tauglichkeit für den KZ-Dienst überprüfen zu lassen. Loritz teilte Eicke dann mit, wer ihm zu »weich« erschien. Wer Unnachgiebigkeit bewies, konnte Karriere machen. Dirk Riedel, wissenschaftlicher ...

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