Schrei zum leeren Himmel

Luk Perceval inszenierte am Thalia Theater Hamburg Borcherts »Draußen vor der Tür«

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.
Felix Knopp

Am Ende liegt ein schwarzer Hut auf der Bühne, daneben ein Stock. Der blieb vom »lieben Gott« übrig, der hier vorbeikam, ein gebrochener alter Mann. Oder auch von Beckmann, den die Elbe beim ersten Mal noch ausgespuckt hatte. Aber es gibt stets ein zweites Mal. Beckmann ist am Ende noch immer das, was er am Anfang war, ein Hoffnungsloser, ein Mensch unter Zynikern: »Steht gefährlich dicht am Wasser. Ein Liebespaar kann es nicht sein, das sind immer zwei. Ein Dichter ist es auch nicht. Dichter haben längere Haare.« Ein Selbstmörder.

Alles dreht sich um Beckmann. Aber nur in seinem eigenen Kopf. Da klingt es immer: Beckmann!, Beckmann? Ansonsten ist er ein Nichts, ein verspäteter Kriegsheimkehrer, durch den man hindurchsieht. Einer, der trotz seiner fünfundzwanzig Jahre ein Greis ist, mit einem kaputten Körper und Bildern, die wie ein Totentanz um ihn kreisen. Die Hamburger aber haben sich längst wieder eingerichtet im Danach. Alles h...

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