Wolfgang Kötter 11.04.2011 / Ausland

Afrika will keine Atomwaffen

Der Weg von der »Apartheid-Bombe« zur erfolgreichen kernwaffenfreien Zone

Heute vor 15 Jahren unterzeichneten die Vertreter von 45 Staaten in Kairo den »Vertrag über die Afrikanische Kernwaffenfreie Zone« (Pelindaba-Vertrag). Sie vollzogen damit einen historischen Schritt, denn noch wenige Jahre zuvor hatten afrikanische Politiker das Projekt einer »schwarzen Bombe« favorisiert. Mit eigenen Kernwaffen sollte den nuklearen Ambitionen Südafrikas begegnet werden.

Das südafrikanische Atomzentrum in Pelindaba

Viele Staaten sahen in Pretoria das Haupthindernis für die Alternative eines kernwaffenfreien Afrikas, das die Organisation für Afrikanische Einheit OAU bereits im Jahre 1964 als Ziel deklariert hatte. Das Misstrauen war durchaus berechtigt, wie sich später herausstellen sollte. Immer wieder beklagten nicht nur afrikanische Staaten die nukleare Kollaboration der USA, Großbritanniens und Frankreichs, aber auch bundesdeutscher Firmen und vor allem Israels mit Südafrika. Know-how und Expertentraining gegen südafrikanisches Uran bzw. die Nutzung von Raketentestgeländen lautete zumeist der Deal. Erst durch einen mysteriösen Blitz, den der US-amerikanische Überwachungssatellit VELA im September 1979 über dem Südatlantik beobachtete, wurde die Welt aufgeschreckt.

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