Richtlinie zu Leiharbeit

IG Metall lobt neue Fördermittelkriterien in Thüringen

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In ihrem Einsatz für »faire Bedingungen« der Leiharbeit sucht die IG Metall nun auch bei Landesregierungen Verbündete.

IG-Metall-Chef Berthold Huber lobt

eine vom Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) in Absprache mit dem Koalitionspartner CDU initiierte und Anfang April in Kraft getretene neue Richtlinie als »politisches Signal gegen den Missbrauch von Leiharbeit« und als »Vorbild, dem andere Länder folgen sollten«. Die Richtlinie sieht eine volle regionale Wirtschaftsförderung von Erweiterungsinvestitionen nur noch für Firmen vor, in denen der Anteil der Leiharbeiter an der Belegschaft unter zehn Prozent liegt, erläuterte Machnig am Rande einer Tagung örtlicher Geschäftsführer der IG Metall am Mittwoch in Frankfurt am Main. Über einem Anteil von 30 Prozent sei überhaupt keine Förderung mehr vorgesehen.

Diese Maßnahme war laut dem Minister unumgänglich, nachdem sich die Industrie- und Handelskammern im Freistaat trotz seiner Bemühungen um einen Konsens in der Frage der Leiharbeit für »nicht zuständig« erklärt hätten. Machnig sieht darin a...


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