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Krieg gegen die Bauern von Bajo Aguán

Militarisierung der Gesellschaft hat in Honduras seit dem Putsch 2009 deutlich zugenommen

  • Von Kathrin Zeiske
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Für die internationale Öffentlichkeit ist der Putsch gegen den linken honduranischen Präsidenten José Manuel Zelaya im Juni 2009 schon Geschichte. Für die sozialen Bewegungen in Honduras hat die Repression indes neue Dimensionen erreicht. Das gilt auch für Bajo Aguán im Norden.

Militärs bei der Räumung der MUCA-Siedlung

In Bajo Aguán, der fruchtbaren Region im nordhonduranischen Departamento Colón, hat sich der Landkonflikt zwischen Bauerngenossenschaften, Staat und einer knappen Handvoll Großgrundbesitzer nach dem Putsch zugespitzt. Seit Ende vergangenen Jahres lebt die Bevölkerung im Ausnahmezustand. Bis heute wurden 23 Angehörige örtlicher Bauerngewerkschaften und zwei Journalisten ermordet. Der Terror geht auf das Konto privater Sicherheitsleute des wohl größten Agrarunternehmers von Honduras. Miguel Facussé lässt in der Region am Fluss Aguán ausgedehnte Palmölplantagen bewirtschaften, die von der Weltbank gefördert werden. Und die De-facto-Regierung Porfirio Lobos setzt zum Schutz seiner Interessen das Militär in Marsch.

»Facussé hat unser Land geklaut«

Den jungen Männern, die die orange-gelben Palmfrüchte aus dem Lastwagen hieven, läuft der Schweiß am nackten Oberkörper herunter. Mit Eisenstangen stechen sie in die schweren Stauden und wuc...


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