Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Keine Haftung für Schäden nach Fehlalarm

Feuerwehr-Notruf

Wer triftige Anhaltspunkte für einen Notfall beim Nachbarn hat und daraufhin die Feuerwehr ruft, muss nicht für Schäden haften, die durch seinen Fehlalarm ausgelöst worden sind.

Mit einer solchen Entscheidung gab das Berliner Landgericht einem Mieter Recht, der für die aufgebrochene Tür einer Nachbarmieterin rund 1000 Euro zahlen sollte.

Wie das Gericht mitteilte, hatte der betreffende Mieter ohne Erfolg versucht, die Nachbarin verabredungsgemäß telefonisch zu erreichen. Beim ersten Anruf glaubte der Mieter, ein Stöhnen gehört zu haben; beim zweiten Anruf wurde der Hörer nicht abgenommen. Daraufhin rief der besorgte Mieter die Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte brachen die Wohnungstür auf, weil sich auf das Klingeln niemand meldete. Ein Notfall konnte aber nicht festgestellt werden. Die Mieterin war gar nicht zu Hause.

Den Schaden an der Wohnungstür müsse sich der besorgte Mieter nicht anrechnen lassen, urteilten die Richter. Denn es sei nicht zu beanstanden, dass der Mieter eine Notlage angenommen hatte.

Urteil des Landgerichts Berlin vom 26. Januar 2011, Az. 49 S 106/10

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln