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Tötung hungernder Tiere in AKW-Sperrzone

Japan: Zustimmung der Besitzer eingeholt

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In der Sperrzone um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima lassen die Behörden hungernde Kühe, Schweine und andere Tiere töten.

Tokio (dpa/ND). In Strahlenschutzkleidung gingen zur Tiertötung am Montag sechs Mitarbeiter der Provinzregierung von Fukushima in die Zone im Umkreis von 20 Kilometern um die Atomruine. Die Regierung begründete ihr Vorgehen mit dem Schutz der öffentlichen Gesundheit.

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami, der am 11. März auch das AKW zerstört hatte, mussten die Bewohner der Sperrzone ihre Häuser verlassen, das Vieh und viele Haustiere wurden zurückgelassen. Die Sperrzone darf seit einigen Tagen nur noch mit staatlicher Genehmigung und in Schutzanzügen betreten werden. Es würden – mit dem Einverständnis der Besitzer – nur Tiere getötet, denen es sehr schlecht gehe, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Es sei allerdings schwer, alle Besitzer in den Notunterkünften ausfindig zu machen.

Die Regierung will den Bewohnern nach der bis zum 8. Mai dauernden Ferienzeit erlauben, unter staatlichem Schutz in Gruppen für wenige Stunden in ihre Häuser zurückzukehren, um persönliche Dinge zu holen. »Angesichts von mehr als 26 000 Haushalten können wir nicht allen auf einmal den Zutritt erlauben», wurde Ministerpräsident Naoto Kan am Montag zitiert. Die Rückkehraktion werde daher beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen. Ausgenommen sind Häuser im Umkreis von drei Kilometern um das AKW – sie dürfen gar nicht betreten werden.

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