Fragwürdig

Christlichen Garten umtaufen?

Warum Heinrich Niemann gegen Namen mit religiösem Bezug ist / Dr. Heinrich Niemann ist Gründungsvorsitzender des Vereins »Freunde der Gärten der Welt«

ND: Am 30. April werden die Berliner »Gärten der Welt« im Bezirk Marzahn-Hellersdorf um einen weiteren Blickfang erweitert – den christlichen Garten. Sie sprechen sich wiederholt gegen diese Bezeichnung aus. Warum wollen Sie den Garten umtaufen?
Niemann: Die ursprüngliche Idee soll wieder Geltung erlangen, die mit der Ausschreibung verfolgt wurde: einen Garten aus dem christlich-abendländischen/europäischen Kulturkreis zu gestalten, für den der mittelalterliche Klostergarten das Vorbild gibt. Da es in der Geschichte der Gartenkunst bisher einen christlichen Garten nicht gegeben hat, ist es schon gerechtfertigt, zu fragen, wieso ausgerechnet die jetzt entstandene Anlage aus dem Verfahren mit einer anderen Vorgabe eine Bezeichnung als christlicher Garten, also quasi als Prototyp eines Gartens einer großen Religion, erhalten soll. Wieso muss am Beginn des 21. Jahrhunderts ausgerechnet in der weltoffenen Stadt Berlin ein solcher Namensakt vollzogen werden?

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: