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Beleuchtete Kuhwiesen

Erst wird Ackerboden für Gewerbegebiete requiriert, die dann leerstehen – zurück bleiben Millionengräber auf Bauernland

  • Von Harald Lachmann
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Im sachsen-anhaltischen Warnstedt wurden die ersten Windschutzstreifen gerodet, um auf 22 Hektar bestem Ackerboden ein riesiges Industriegebiet zu erschließen. Vorerst ist nicht ein Interessent dafür bekannt. Die Landwirte der Agrar GmbH Warnstedt wehren sich gegen die Pläne.

Albrecht Kloß und sein Warnstedter Agrarunternehmen wehren sich gegen die Landnahme für neue Gewerbegebiete. In die Windschutzstreifen an ihren Äckern wurden schon tiefe Lücken geschlagen (ganz oben). Fotos: Lachmann

Nach der Wende entstanden sie als ein System aus Windschutzstreifen im Landschaftsschutzgebiet. Nun, da sie die nötige Größe haben, um dem Wind und damit der Bodenerosion zu trotzen, will man sie flach legen. Denn im geschützten Vorharzrevier soll ein wuchtiges Industriegebiet Ackerbau und Natur verdrängen.

Die Rede ist von Buchen, Eschen und Pappeln in der Feldflur von Warnstedt. Im März rückte hier der Abholztrupp an. Doch Karl-Heinz Salmen, einer der beiden Geschäftsführer der Agrar GmbH Warnstedt, stellte sich ihnen in den Weg. Auf Bauernland würden keine Bäume gefällt, gebot er energisch Einhalt. Die Holzfäller zogen ab, kamen aber wieder – mit einem Vermessungstrupp. Der stellte fest, dass sich 200 Meter der Baumreihe nicht auf dem Feld befinden, sondern im Bereich der Straße. Sie gehören damit in die Hoheit der Stadt Thale, der man Warnstedt 2004 angegliedert hatte. Prompt fielen hier die Bäume.

Niemand kennt die Ansiedlung...


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