Werbung

Zensur und Pressefreiheit

Kommentar von Jürgen Amendt

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Was ist Pressefreiheit? Nun, in früheren Zeiten war es nicht mehr als die Freiheit des Verlegers, ohne obrigkeitsstaatliche Bevormundung Druckerzeugnisse herstellen zu dürfen. Konsequenterweise war deshalb von »Preßfreiheit« die Rede, nicht von der Freiheit des Schreibens. Das ist eine klare Definition, denn sie benennt die ökonomischen Verhältnisse: Wer das Geld gibt, entscheidet, was geschrieben und gedruckt wird! So einfach ist das!

Heute ist die Lage etwas komplizierter. Pressefreiheit ist durch die Abwesenheit von Zensur definiert. Nicht der Verleger ist das Subjekt der Freiheit, sondern der Journalist. Was aber ist Zensur? Der Chef der deutschen Zeitschriftenverleger Helmut Heinen hat den Begriff gestern sinngemäß so umschrieben: Demokratische Strukturen führten zu einer unabhängigen Presse. Das stimmt – aber nur im Prinzip, denn unabhängig können Medien auch nur dann sein, wenn die ökonomischen Verhältnisse es erlauben. Die Freiheit des Schreibens muss man sich leisten können!

Soweit die Lage auf der Insel Deutschland. Journalisten in anderen Ländern wären froh, sich nur dem Diktat des Ökonomischen unterwerfen zu müssen. Weltweit wurden im vergangenen Jahr dutzende Journalisten getötet, befinden sich zahlreiche Reporter in Haft. Ohne Demokratie keine Pressefreiheit und ohne diese keine Demokratie. So einfach ist das!

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen