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Lange Schatten auf dem »Bündnis gegen den Terror«

Über die Kommandoaktion zur Tötung Bin Ladens informierten die USA Pakistan nicht – sie trauen ihrem Partner nicht mehr

  • Von Daniel Kestenholz, Bangkok
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Seit Jahren verdächtigten die USA hochrangige Kreise in Pakistan, ihre schützende Hand über das Terrornetzwerk Al Qaida zu halten. Für die Annahme spricht einiges.

Hier versteckte sich der »Pate des Bösen«: Grundriss des Quartiers Bin Ladens in Abbottabad Grafik: dpa

Die ganze Welt schien seit Jahren zu wissen, dass sich Terrorführer Osama bin Laden in Pakistan versteckt hält. Die USA erklärten es immer wieder, und Islamabad dementierte in schöner Regelmäßigkeit. Und dies, obwohl in Pakistan über die Jahre hinweg eine Reihe von Hauptverbündeten Bin Ladens festgenommen wurden. Genannt seien nur Khalid Sheikh Mohammed, der als Chefplaner der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA gilt, Ramzi Binalshibh, nach US-Angaben ebenfalls Mitorganisator des Anschlags sowie einer der führenden Köpfe der Hamburger Terrorzelle, und der mutmaßlich hochrangige Al-Qaida-Terrorist Abu Zubaida.

Dass Bin Laden ausgerechnet im verschlafenen Abbottabad sein blutiges Ende fand, entbehrt nicht eines gewissen Zynismus. Keinen Kilometer von Bin Ladens Todesvilla entfernt steht Pakistans wichtigste Militärakademie. Pakistanische Militär- und Zivilführer waren praktisch Nachbarn des Al-Qaida-Anführers. Das zeugt entw...


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