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Spießer im Grill-Kreis

»Faust hat Hunger« im Theater unterm Dach

  • Von Lucía Tirado
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Spießertum kann überall wohnen. So ein bisschen was davon kann jemand schnell mit ins Haus tragen. Da hockt es dann. Lässt sich schwer vertreiben. Das kommt davon, wenn man in einem Mietshaus Familienatmosphäre will und denkt, jeden nach den vorgegebenen Maßstäben eingliedern zu können. Das Haus könnte überall stehen. Auch in Berlin. Thulestraße oder anderswo.

Wenn bei einem der Grill sowieso angeschmissen ist, können auch die anderen Pärchen mit ihrer Bratwurst kommen. So hocken sie zusammen – Ines-Paul, Anne-Fritz, Tanja-Robert. Die Namen von ihr und ihm stets in einem genannt, als wäre es eine Person. Friede, Freude, Eierkuchen. Alles scheint zunächst perfekt in Ewald Palmetshofers Drama »Faust hat Hunger und verschluckt sich an einer Grete« im Theater unterm Dach.

Doch der Schein ist dafür da, zu trügen. Während es sich die Frauen im Leben eingerichtet haben, kommt bei einem der Herren schon mal die Lust auf etwas Neues durch...


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