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Sinfonie eines Dorfes

Der Theatermann Bernd Boßmann stemmt sich gegen die Anonymität der Großstadt

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Bernd Boßmann möchte seine Schöneberger Nachbarschaft lebenswerter machen und schafft in seinem Berliner Kiez ein Projekt nach dem anderen. Ehrenamtliches Engagement und Unternehmertum ergänzen sich bei dem Theatermann. Er trotzt dem Großstadtdschungel und wünscht sich ein Kiez wie ein Dorf. Doch damit macht er sich nicht nur Freunde.

Ort für Gemeindearbeit: Der St. Matthäus Kirchhof im Berliner Stadtteil Schöneberg.

Mit der Gartenbank würde er sich eine Menge Arbeit aufhalsen, das wusste Bernd Boßmann. Er wollte sie in einem Oval um einen hoch aufgewachsenen Kirschlorbeer errichten. Die Friedhofsverwaltung hatte den wuchtigen Strauch bereits zum Abholzen freigeben. Es ist ein Teil des Werdens und Vergehens, dass Bäume und Sträucher auf dem Alten St. Matthäus Kirchhof weichen, wenn ein Grab eingeebnet wird. Das weiß auch Boßmann, der Vorsitzende vom Friedhofsverein Efeu. »Aber bei diesem Kirschlorbeer rankten die Äste bis auf den Boden. Das war längst eine Höhle für Kinder.«

Gemeinde inmitten der Metropole

Einige dicke Zweige waren bereits abgesägt, als der 49-Jährige die Verwaltung von seinem Vorhaben überzeugen konnte. Lutz Mertens, der bei der evangelischen Zwölf-Apostel-Gemeinde für die Kirchhöfe zuständig ist, unterstützte schließlich den Vorschlag des Fördervereins. Der Friedhof solle lebendig sein, findet er. Boßmann durfte die kreisrund...


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